Augenarzt Praxis    Prof. Dr. med. Christoph Hirneiß
 

Spektrum

 

Neben dem gesamten Spektrum der konservativen Augenheilkunde liegt ein Schwerpunk der Praxis im Bereich der Versorgung von Patienten mit Glaukomerkrankungen. Hierzu gehört die fundierte diagnostische Abklärung, Beratung, Behandlungsstrategie und das vollumfängliche operative Spektrum.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der operativen Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration und des grauen Stars (Katarakt).

Konservative Augenheilkunde

Die konservative Augenheilkunde umfasst die Bereiche, die nicht durch Operationen, sondern mit Augentropfen oder systemischen Medikamenten behandelt werden oder die vielleicht nur einer exakten weiteren Untersuchung und Abklärung bedürfen. Neben Erkrankungen, die nur das Auge betreffen (wie z.B.  Bindehaut- oder Hornhautentzündungen), umfasst dieses Gebiet viele Krankheitsbilder, die neben der Augenheilkunde auch andere ärztliche Fachdisziplinen berühren. Ein klassisches Beispiel ist die Beurteilung des Augenhintergrundes bei Diabetes oder Bluthochdruck.

Optische Kohärenztomographie der Makula

Mit Hilfe der sogenannten optischen Kohärenztomographie ist eine hochauflösende Schichtmessung verschiedener Gewebe des Auges möglich. Im Bereich der Netzhautmitte, der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) wird diese Methoden eingesetzt, um die Struktur ganz exakt untersuchen und eventuelle Veränderungen analysieren zu können. Diese Untersuchung wird beispielsweise auch regelmäßig durchgeführt, wenn Sie Spritzen wegen einer feuchten Makuladegeneration erhalten, um den Therapieerfolg zu kontrollieren.

Bildaufnahme des Sehnervs

Eine Bildaufnahme des Sehnervs ist immer sinnvoll, wenn bestimmte Veränderungen wie beispielsweise ein beginnendes Glaukom (grüner Star) vorliegen. Durch die Bilddokumentation ist es möglich, den Befund im Verlauf genau zu beurteilen und festzustellen, ob unter einer Therapie eine Stabilisierung der Erkrankung erreicht werden konnte oder ob diese intensiviert werden sollte.

Nach Empfehlung der augenärztlichen Fachgesellschaften (Deutsche ophthalmologische Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte Deutschlands) ist es unsere Aufgabe als Augenärzte, Sie über den Wert der Bilddokumentation des Sehnervs sowie über die exaktere Information bei Anwendung eines laser-basierten Verfahrens (z.B. optische Kohärenztomographie) im Vergleich zu einer einfachen zweidimensionalen Aufnahme zu informieren. Zusätzlich sind wir als Augenärzte verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, dass bei Glaukomen eine Bilddokumentation des Sehnervs erfolgen sollte. 

Laserbehandlung bei Glaukomen (grüner Star)

Bei Glaukomen kann durch eine Laserbehandlung entweder ein kleiner Durchfluss durch die Iris, die Regenbogenhaut, geschaffen oder der normale Abfluss des Wassers aus dem Auge erleichtert und begünstigt werden. Beide Verfahren kommen in speziellen Situationen eines Glaukoms zum Einsatz.

Laserbehandlung bei Nachstar

Bei etwa der Hälfte der Patienten, die an einem grauen Star operiert werden, entwickelt sich innerhalb von fünf Jahren ein signifikanter Nachstar. Dieser kann sehr gut mit einer Laserbehandlung entfernt werden, so dass die Sehschärfe anschließend wieder deutlich ansteigen kann.

Kataraktoperation

Die Operation des grauen Stars (Katarakt) ist der weltweit am häufigsten durchgeführte operative Eingriff überhaupt. In Kleinschnitttechnik wird die Linse durch Ultraschall zerkleinert und abgesaugt und in die verbliebene Kapsel wird eine genau berechnete Kunststofflinse eingesetzt. In der Regel ist am Tag nach der Operation das Sehen schon wieder viel besser.

 

Glaukomoperationen

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von möglichen Eingriffen. Die Art des Eingriffs hängt sehr individuell von der Höhe des Augendrucks und - neben anderen Faktoren - dem Stadium der Erkrankung ab.

Unser Rat, ob und welche Operation bei Ihnen eventuell sinnvoll und indiziert ist, richtet sich also nach Ihrer ganz persönlichen Situation.

 

Filterkissenoperation (Trabekulektomie)

Nach wie vor der Goldstandard der Glaukomoperationen ist die sogenannte Filterkissenoperation oder Trabekulektomie. Bei ihr wird ein künstlicher Ausfluss aus dem Auge unter die Bindehaut geschaffen, um den Augendruck zu erniedrigen. Dieses Filterkissen liegt meist im oberen Bereich des Auges und wird vom Oberlid bedeckt. Die Operation wird immer dann empfohlen, wenn ein möglichst niedriger Augendruck erreicht werden soll, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Tiefe Sklerektomie

Bei dieser Operation wird auch ein neuer Abfluss unter die Bindehaut geschaffen, allerdings wird hier das Auge nicht wie bei der Trabekulektomie eröffnet und eine Fistel zu schaffen. Es wird ein Stück der Lederhaut entfernt und dabei auch ein dünnes Häutchen vom Abflusskanal (Schlemm-Kanal) abgezogen, wo der Ort des höchsten Abflusswiderstandes bei Offenwinkelglaukom liegt. Die Operation ist filigraner und aufwändiger, dafür ist das Sicherheitsprofil nach dem Eingriff günstiger als bei der Trabekulektomie.

 

Kanaloplastik

Bei der Kanaloplastik wird wie bei der tiefen Sklerektomie der natürliche Abflusskanal des Auges, der sogenannte Schlemm-Kanal, freigelegt und anschließend ein Faden über die gesamte Länge in den Kanal eingeführt und gespannt. Somit wird der natürliche Abfluss wieder verbessert. Die Nachsorge nach dieser Operation ist für Sie in der Regel  etwas kürzer und weniger intensiv als nach einer Filterkissenoperation.

 

Glaukomdrainageimplantate  

Glaukomdrainageimplantate kommen meist zum Einsatz, wenn bereits eine andere Glaukomoperation, z.B. eine Filterkissenoperation, durchgeführt wurde. Es wird hierbei ein kleiner Schlauch in die Vorderkammer des Auges eingesetzt. Das Kammerwasser wird über diesen Schlauch und eine kleine Kunststoffplatte unter die Bindehaut geleitet.  Hierbei gibt es Implantate mit einem Ventil (Ahmed-Valve), welche gleich nach der Operation eine angemessene Druckregulation erlauben und solche ohne Ventil (Baerveldt-Implantat), bei denen sich die Druckregulation nach ein paar Wochen einstellt.  

 

Implantation eines Stents

Ebenfalls ein neueres Verfahren stellt die Implantation eines Stents zur Augendruckerniedrigung dar. Diese Implantation kann an unterschiedlichen Stellen erfolgen. Je nach der Lokalisation variiert auch die Augendrucksenkung, die hierdurch erreicht werden kann. Die Implantation eines Stents kann mit der Operation des grauen Stars kombiniert werden. Typische Stents sind im Moment der iStent, der den natürlichen Abfluss verbessern kann, sowie der XEN Gelstent, der einen neuen Abfluss unter die Bindehaut herstellt, ähnlich wie bei der Trabekulektomie.

 

Laseroperationen

Laseroperationen können bei Glaukomen in bestimmten Situationen als vorübergehendes Verfahren zur Augendrucksenkung eingesetzt werden.  



Alle relevanten Informationen der Praxis zum Datenschutz der DSGVO ab 25.05.2018 finden Sie im Reiter "DSGVO" http://www.prof-hirneiss.de/DSGVO/